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Auf Gottes Wort hören - Dr. Manuel Schlögl erzählt im Papsthaus von der Zeit Joseph Ratzingers in Münster.

01.07.2013 | Marktl am Inn | Papstgeburtshaus

Vor 50 Jahren – am 28.06.1963 – hielt Joseph Ratzinger seine Antrittsvorlesung als Dogmatikprofessor in Münster. Es war die Zeit des 2. Vatikanischen Konzils. Der junge Professor war als theologischer Berater dabei. Seine wissenschaftlichen Erkenntnisse konnte er einbringen und ebenso von den vielen Begegnungen mit Theologen und Bischöfen aus der ganzen Weltkirche profitieren. Begegnung und Dialog waren dem späteren Papst wichtig. Das lebte er auch als Professor in Münster. Sein Kontakt zu den Studenten war unkompliziert. Seine neue Art, Sachverhalte zu erklären, machte schnell die Runde. Seine Vorlesungen waren begehrt.
Manuel Schlögl führte die gekommenen Gäste im vollen Multivisionsraum des Papsthauses anschaulich und lebendig in diese Zeit hinein. Ein kurzer Film zeigte das Münsteraner Umfeld: Stadt , Uni. Eine Vorlesungsmitschrift Joseph Ratzinger ging von Hand zu Hand. Bilder von Münster bis nach Castel Gandolfo rundeten den Vortrag ab. Denn Schlögl ist auch Mitglied des neuen Schülerkreises. Jährlich trifft sich diese Gruppe in Castel Gandolfo. Dort ist er dem Papst auch persönlich begegnet. Ein Resümee zog der Referent: Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. ist sein Leben lang ein Hörender geblieben, zuallererst ganz Ohr für das Wort Gottes. Diese zentrale Erkenntnis wollte er zum Wohl für Kirche und Welt als Theologe und Papst weitergeben.
Zum Schluss ließen sich einige nicht entgehen, ein Buch „Joseph Ratzinger in Münster“ von Manuel Schlögl zu erwerben und es sich vom Autor signieren zu lassen. Das Buch ist auch im Laden des Papsthauses in Marktl erhältlich.
Ludwig Raischl




Fotos: Alfred Kleiner