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Kirche wächst durch Anziehung - Bischof Stefan eröffnet Ausstellung

29.06.2014 | Marktl | Geburtshaus Papst Benedikt XVI. | 15:00 Uhr

Eine Auseinandersetzung mit Fragen des Glaubens, das wünscht sich ja Benedikt XVI. in Marktl/Inn. Da konnte nichts Besseres passieren, als dass Pfarrgemeinderäte aus den Dekanaten Altötting und Simbach mit ihrem neuen Bischof ins Gespräch kamen zu Glaubensfragen. Bischof Stefan verdeutlichte, dass der Glaube weiterwächst, wenn wir Christus immer mehr kennenlernen und ihn in die Welt bringen. Es braucht eine Gesprächsfähigkeit im Glauben, es braucht Schulen des Gebets als Ausdruck der Freundschaft mit Gott. Ehrlich wurde gesprochen und aufeinander gehört. Bei der Frage der Wiederverheiratet Geschiedenen verweilte das Gespräch. Die Not kam zum Vorschein. Bischof Stefan machte deutlich, dass es nicht in der Macht der Kirche liegt, das göttliche Band der Ehe zu lösen. Doch das heißt auf keinen Fall einen Ausschluss aus der Gemeinschaft der Gläubigen. „Wir müssen die einzelnen begleiten, sie gehören dazu!“
Zur Vertiefung des Gesprächs gingen die Versammelten in die Sonderausstellung. Zentrale Themen der Enzyklika werden dort in kurzen Zitaten aufgegriffen. Dazu setzen sich Werke der Künstler Andreas Kuhnlein und Konrad Schmid in Beziehung. Die Teilnehmer ließen sich ansprechen. So wenn im Papstgeburtszimmer eine Frau „in Erwartung“ die Worte Joseph Ratzingers vom Geschenk des Lebens betrachtet und aus der Enzyklika hört. „Das Wasser der Taufe ist zuverlässig: Man kann ihm vertrauen, weil seine Strömung in die Dynamik der Liebe einführt, der Quelle der Sicherheit für unseren Lebensweg.“ (Lumen fidei 42)
Dr. Sonnleitner aus der Geschäftsführung der Stiftung Geburtshaus Papst Benedikt XVI. überreichte dem Bischof als Dank für das Kommen und für seine Gesprächsbereitschaft ein Kreuz - aus alten Balken des Papsthauses gefertigt. Er wünschte der Ausstellung und dem Papsthaus viele Besucher.
Die Öffnungszeiten sind Di-Fr, 10-12 und 14-18 Uhr, Sa und So 10-18 Uhr. Gern werden Gruppen auch durch die Ausstellung geführt.
Zu den Künstlern:
Andreas Kuhnlein, Jrg. 1953, aus Unterwössen/Bayern arbeitet mit expressiven Skulpturen aus ganzen Holzstämmen.
Konrad Schmid Jrg. 1959, aus Hartkirchen/Niederbayern arbeitet mit Drucktechniken und hat sich ausschließlich auf den Holzschnitt konzentriert.




Fotos: Alfred Kleiner

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